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Nachhaltigkeit

Ein Jahr auxalia WESTCAM Group – Wie geht es uns heute?

Vor rund einem Jahr haben sich auxalia GmbH, WESTCAM Group und ICN zur auxalia WESTCAM Group zusammengeschlossen.

Der Zusammenschluss markierte einen wichtigen Schritt für alle drei Unternehmen: Kompetenzen bündeln, gemeinsam wachsen und Kundinnen und Kunden entlang der gesamten digitalen Wertschöpfungskette begleiten.

Ein Jahr später lohnt sich ein Blick zurück.
Was hat sich seitdem verändert? Welche Chancen sind entstanden – und welche Herausforderungen bringt ein solcher Zusammenschluss im Alltag mit sich?

Neben neuen Strukturen und erweiterten Angeboten zeigt sich vor allem eines: Ein Zusammenschluss bedeutet immer auch, dass Menschen zusammenfinden, neue Kontakte entstehen und Zusammenarbeit neu gedacht wird.

 

Die auxalia WESTCAM Group

Die auxalia WESTCAM Group vereint drei etablierte Unternehmen aus dem Bereich digitaler Planungs-, Design- und Fertigungslösungen.

Während die Unternehmen zuvor jeweils eigene Schwerpunkte und Märkte bedienten, verfolgt die Gruppe heute die gemeinsame Vision digitale Lösungen entlang der gesamten Prozesskette anzubieten – von der Planung über das Design bis hin zu Fertigung und Qualitätssicherung.

Chancen, Entwicklung und Herausforderung im ersten Jahr

Die größte Stärke der Gruppe liegt in der Bündelung von Know-how. Jedes der Unternehmen bringt eigene Erfahrungen, Spezialisierungen und Branchenkenntnisse mit. Durch den Zusammenschluss entsteht daraus ein deutlich erweitertes Kompetenzspektrum.

Projekte können heute ganzheitlicher gedacht werden – für Kundinnen und Kunden bedeutet das vor allem mehr Perspektiven und Expertise innerhalb eines gemeinsamen Netzwerks.

Mit Standorten in mehreren Ländern ist die Gruppe zudem breiter aufgestellt als zuvor. Die internationale Struktur schafft neue Möglichkeiten für Zusammenarbeit, Austausch und eine stärkere Präsenz in verschiedenen Märkten.

Gleichzeitig bringt ein Zusammenschluss dieser Größenordnung auch organisatorische Veränderungen mit sich. In vielen Bereichen treffen unterschiedliche Systeme, Prozesse und gewachsene Arbeitsweisen aufeinander. Projektorganisation, interne Tools oder CRM-Systeme sind historisch in den einzelnen Unternehmen entstanden und auf ihre jeweiligen Anforderungen zugeschnitten.

Ein Ziel im ersten Jahr war es daher, diese Strukturen sichtbar zu machen und gemeinsam zu prüfen welche Lösungen besonders gut funktionieren, wo es Synergien gibt und wie sich Prozesse langfristig effizienter gestalten lassen.

Auch in einzelnen Funktionen, etwa im Marketing oder in anderen zentralen Bereichen, bestehen teilweise parallele Rollen innerhalb der verschiedenen Unternehmen. Hier gilt es, Zusammenarbeit neu zu organisieren und Kompetenzen sinnvoll miteinander zu verbinden.

Ein solcher Prozess erfordert Zeit und ein bewusstes Change-Management. Veränderungen sollen nachvollziehbar gestaltet werden und die Mitarbeitenden Schritt für Schritt einbeziehen, anstatt bestehende Strukturen abrupt zu verändern, auch wenn dies Prozesse verlangsamt und Übergangsphasen mit sich zieht.

Parallel dazu entstehen zunehmend gruppenübergreifende Austauschformate. In regelmäßigen Gesprächen und Arbeitsgruppen werden Themen identifiziert, die mehrere Unternehmen der Gruppe betreffen – beispielsweise Nachhaltigkeit und ESG oder gemeinsame strategische Fragestellungen.

Neben Prozessen spielt auch die Unternehmenskultur eine zentrale Rolle. Mit Standorten in verschiedenen Ländern treffen unterschiedliche Sprachen, Dialekte und Arbeitsweisen aufeinander. Nicht an allen Standorten wird Deutsch gesprochen, sodass digitale Übersetzungstools im Alltag unterstützen. Gleichzeitig werden Präsentationen und Unterlagen zunehmend zweisprachig auf Deutsch und Englisch erstellt, um sie innerhalb der gesamten Gruppe besser nutzbar zu machen.

Stimmen aus der Gruppe – Wie erleben Mitarbeitende den Zusammenschluss im Alltag?

Um diese Frage besser zu beantworten, haben wir Kolleginnen und Kollegen aus den drei Unternehmen der Gruppe um ihre persönliche Perspektive gebeten.

Judith arbeitet bei WESTCAM im Vertriebsinnendienst für CAD und Datenmanagement im DACH-Raum und Südtirol.

Wie hat sich dein Arbeitsalltag verändert? Wo merkst du den Zusammenschluss der aWG?

Durch den Zusammenschluss hat sich mein Arbeitsalltag weiterentwickelt. Bestimmte Aufgaben, insbesondere im Marketingumfeld, sind inzwischen klarer verteilt, wodurch ich mich stärker auf meine Kernaufgaben im Vertrieb konzentrieren kann.

Ein wesentlicher Fortschritt zeigt sich auch in der Systemlandschaft: Durch den intensiven Austausch innerhalb der Gruppe und die gegenseitige Weitergabe von Best Practices sind neue Tools und abgestimmte Prozesse entstanden, die unsere tägliche Arbeit effizienter unterstützen.

Besonders wertvoll ist zudem die engere Zusammenarbeit über die einzelnen Unternehmen hinweg. Die unterschiedlichen fachlichen Schwerpunkte ergänzen sich ideal, wodurch wir Kunden ganzheitlicher begleiten können. Dieses Zusammenspiel schafft nicht nur intern Mehrwert, sondern wird auch von Kunden zunehmend positiv wahrgenommen.

Was war ein Highlight aus deinem vergangenen Jahr?
Ein persönliches Highlight war für mich die spürbare Weiterentwicklung hin zu mehr Effizienz und Struktur im Arbeitsalltag.

Auch die Umstellung im Autodesk-Bereich war zwar ein längerer Prozess, ist durch den Zusammenschluss aber deutlich besser handhabbar geworden.

Wo siehst du noch Chancen & Möglichkeiten für die Zukunft?
Ich sehe großes Potenzial in der weiteren Vertiefung der Zusammenarbeit – sowohl innerhalb der Gruppe als auch in Richtung unserer Kunden. Durch die Bündelung von Kompetenzen können wir Leistungen noch gezielter aus einer Hand anbieten und dabei gleichzeitig unsere Beratungstiefe weiter ausbauen.

Darüber hinaus eröffnet die Gruppe neue Möglichkeiten, Kunden ganzheitlicher zu begleiten und zusätzliche Themenfelder zu erschließen. Gleichzeitig profitieren auch wir intern vom kontinuierlichen Austausch: unterschiedliche Perspektiven, Erfahrungen und Ideen führen dazu, dass wir uns stetig weiterentwickeln und innovative Ansätze schneller in die Praxis bringen können.

Nicht zuletzt entstehen auch für Mitarbeitende attraktive Perspektiven – sei es durch flexiblere Arbeitsmodelle, vielfältigere Entwicklungsmöglichkeiten oder den Zugang zu einem breiteren Wissensnetzwerk. All das trägt dazu bei, langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben und sich klar im Markt zu positionieren.

Michael ist im New Business bei auxalia tätig, verantwortet gemeinsam mit seinem Team die Neukundengewinnung und übernimmt zusätzlich eine Teamleitungsfunktion.

Wie hat sich dein Arbeitsalltag verändert? Wo merkst du den Zusammenschluss der aWG?
Im Arbeitsalltag hat sich zunächst weniger direkt verändert, jedoch wird der Zusammenschluss besonders in gemeinsamen Projekten mit WESTCAM und ICN sichtbar. So konnten wir bei einem gemeinsamen Großkunden bereits im vergangenen Jahr erste Erfolge erzielen und planen, die Zusammenarbeit in diesem Jahr weiter auszubauen.

Durch die Zusammenarbeit hat sich mein Kundenstamm erweitert, und es ergeben sich neue Möglichkeiten durch gemeinsame Termine und abgestimmte Vertriebsaktivitäten. Gleichzeitig habe ich mein Wissen erweitert – sowohl im Autodesk-Bereich als auch in fachlichen Themen.

Auch organisatorisch hat sich einiges entwickelt: Der DACH-Raum ist enger zusammengewachsen, Verantwortungsbereiche wurden erweitert und die Teams stärker nach Fachgebieten strukturiert. Nach anfänglichen Unstimmigkeiten sind die Rollen und Aufgaben inzwischen klar verteilt, was die Zusammenarbeit spürbar erleichtert.

Was war ein Highlight aus deinem vergangenen Jahr?
Ein Highlight war definitiv das One Team Event. Der persönliche Austausch und das Kennenlernen über die Standorte hinweg haben einen großen Unterschied gemacht – nicht nur fachlich, sondern auch menschlich. Es war etwas anderes, Kolleginnen und Kollegen persönlich zu treffen, die man vorher nur online kannte.

Auch die Möglichkeit, einen anderen Standort kennenzulernen – zum Beispiel das WESTCAM Office in Mils – war für mich besonders spannend. Ich habe in Innsbruck studiert, und es ist schön, für berufliche Termine wieder dorthin zurückzukehren.

Wo siehst du noch Chancen & Möglichkeiten für die Zukunft?
Ein großes Potenzial sehe ich im Cross-Selling. Kunden aus einem Bereich können künftig stärker auch für andere Leistungen innerhalb der Gruppe gewonnen werden.

Darüber hinaus bietet die Gruppe die Möglichkeit, Know-how breiter aufzubauen und Synergien noch besser zu nutzen.

 

Mark ist Entwickler bei ICN und konzentriert sich auf die Entwicklung der Revit-Add-in-Anwendung „3B Tools“, die Strukturierung von Anwendungen sowie die Erstellung kundenspezifischer Lösungen für Plattformen wie Revit und AutoCAD.

Das Interview wurde in englischer Sprache geführt und für diesen Artikel ins Deutsche übersetzt.

Wie hat sich dein Arbeitsalltag verändert? Wo merkst du den Zusammenschluss der aWG?
Durch den Zusammenschluss hat sich mein Arbeitsalltag spürbar weiterentwickelt. Ich arbeite nun zunehmend gemeinsam mit dem gesamten aWG-Entwicklungsteam an Projekten.

Dabei bringe ich nicht nur meine technische Expertise ein, sondern auch mein Wissen über Softwarelösungen sowie die spezifischen Standards, die in den Niederlanden angewendet werden. Die Zusammenarbeit innerhalb der Revit ProjectBox für die Niederlande sowie der kontinuierliche Austausch mit dem gesamten Entwicklungsteam über verschiedene Projekte hinweg haben den Wissensaustausch deutlich gestärkt und unsere Arbeit spürbar bereichert.

Was war ein Highlight aus deinem vergangenen Jahr?
Eines der Highlights des vergangenen Jahres war für mich das Development Team Meeting in Darmstadt im letzten Herbst, bei dem alle Teammitglieder zusammenkamen, um sich über Projekte auszutauschen und Wissen zu teilen.

Ein weiteres Highlight war das One Team Event, das mir die Möglichkeit gegeben hat, viele meiner aWG-Kolleginnen und Kollegen persönlich kennenzulernen und dabei stärkere persönliche Verbindungen aufzubauen.

Wo siehst du noch Chancen & Möglichkeiten für die Zukunft?
Mit Blick auf die Zukunft sehe ich viele spannende Möglichkeiten – sowohl für mich persönlich als auch für unsere Kunden.

Besonders interessiert mich die Entwicklung von KI-basierten Online-Lösungen für Autodesk-Webanwendungen sowie der weitere Ausbau der Revit ProjectBox für Kunden in den Niederlanden. Gleichzeitig möchte ich mein Wissen im Bereich der künstlichen Intelligenz weiter vertiefen und ein besseres Verständnis dafür entwickeln, wie KI-Tools funktionieren und effektiv eingesetzt werden können.

Der Blick nach Vorn

Das erste Jahr der auxalia WESTCAM Group hat das große Potenzial des Zusammenschlusses der drei Unternehmen deutlich gemacht.

Gleichzeitig ist klar: Der Aufbau gemeinsamer Strukturen und einer gemeinsamen Kultur ist ein Prozess, der Zeit braucht. Viele Entwicklungen stehen noch am Anfang – und genau darin liegt auch die Chance, gemeinsam weiter zu wachsen. Im Fokus steht dabei nicht nur das Wachstum als Organisation, sondern auch die persönliche und fachliche Weiterentwicklung der Mitarbeitenden. Der Austausch innerhalb der Gruppe schafft neue Möglichkeiten, voneinander zu lernen, Wissen zu erweitern und individuelle Expertise gezielt auszubauen.

Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der Idee einer standortübergreifenden Rotation. Diese könnte Mitarbeitenden ermöglichen, zeitweise an anderen Standorten der Gruppe zu arbeiten, Kolleginnen und Kollegen vor Ort kennenzulernen und Einblicke in unterschiedliche Arbeitsweisen, Projekte und Märkte zu gewinnen. Gleichzeitig stärkt dies das gegenseitige Verständnis, fördert den persönlichen Austausch und kann neue Impulse für die Zusammenarbeit innerhalb der gesamten Gruppe setzen.

Denn letztlich entsteht eine erfolgreiche Gruppe nicht nur durch Organisation und Technologie – sondern vor allem durch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die sie gestalten.