Zertifiziertes Know-how: Mit dem BIMfit Seminar “BIM-Grundwissen”

Die 2016 gegründete Fa. Dangel Construction mit Sitz in Wolfratshausen bietet TGA-Planern vielfältige Dienstleistungen rund ums Thema BIM. Das Portfolio reicht von der Entwicklung individueller BIM-Strategien und BIM-Prozesse über reibungslose Workflows zur BIM-Koordination bis zur Unterstützung bei der Erstellung von BIM-Modellen auf Basis von Autodesk Revit 

2020 nahm Inhaber Laszlo Dangel am BIMfit Seminar “BIM-Grundwissen” von auxalia teil, um das vorhandene BIM Know-how zu vertiefen. Im Interview umreißt er seine professionellen Einschätzungen im BIM-Umfeld und berichtet von seinen Erfahrungen im BIMfit Seminar. 

Was begeistert Sie an BIM? 

Ich beschäftige mich seit 2016 mit BIM. Es begeistert mich, wie die Kommunikation und Zusammenarbeit über alle Gewerke gefördert wird und wie die neuen Technologien integriert werden. Vor allem fasziniert mich, dass man gemeinsam ein Informationsmodell aufbauen kann. 

Wie wird BIM in Ihren Projekten genutzt?

Aktuell variiert der Einsatz von BIM stark: In manchen Projekten ist BIM stärker vertreten und die übergreifende Kommunikation wird aktiv gelebt. In anderen Projekten gestaltet jeder sein 3D-Modell und man versucht, eine gemeinsame Koordination zu erreichen. Die Tendenz geht aber klar in Richtung BIM.  

Was präferieren Sie: open BIM oder closed BIM?

Am liebsten arbeite ich im closed BIM, da hier ein eigenes Ökosystem genutzt wird. Aber es kommen häufig auch IFC-Daten zum Einsatz, da die Architekten oft nicht mit Revit, sondern mit anderen Softwareprodukten arbeiten. Daraus folgt dann das IFC-Modell. closed BIM funktioniert meiner Erfahrung nach besser, aber mit IFC ist alles über Umwege möglich. 

Wo liegen für Sie die Mehrwerte von BIM?

In erster Linie in der Koordination der Gewerke untereinander und in der Kollisionsprüfung. Auch das Sammeln der Informationen in einer zentralen Datenbasis ist ein wesentlicher Vorteil. Von hier aus lassen sich die Informationen in alle Richtungen und in allen Formaten exportieren. Nicht zuletzt bietet das Verknüpfen mit Kosten und Zeitleisten einen Mehrwert gegenüber herkömmlichen Planungsmethoden. Kurz gesagt ist das „I“ in BIM der zentrale Vorteil.  

Welche BIM-Software kommt bei Ihnen zum Einsatz?

Neben Autodesk Revit nutzen wir von Anfang an auch auxalia Tools wie die Revit ProjectBox. Der Austausch mit Architekten läuft oft direkt über Revit und funktioniert sehr gut. Listenformate über 3D koordinieren zu können, ist sehr hilfreich. 

Wie stehen Sie zum Thema CDE (Common Data Environment)?

Eine CDE habe ich bereits vor rund 1,5 Jahren getestet. Damals war ich noch nicht so überzeugt. Mir ging es darum, dass z.B. Ingenieure oder Bauleiter, die kein Revit nutzen, sich die 3D-Modelle anschauen können und alle wesentlichen Informationen mit wenigen Klicks bekommen. Wir haben das damals zwar eingeführt, es wurde aber nicht so aktiv genutzt. Allerdings hat Autodesk in den letzten 1,5 Jahren sehr viel investiert und es funktioniert jetzt sehr flüssig. Ich selbst habe aktuell zwei Lizenzen von BIM Collaborate Pro erworben. Damit lässt sich die Datensicherheit und der Datenzugriff mit Zusammenarbeit in der Cloud optimal realisieren. 

Warum haben Sie am BIMfit Seminar “BIM-Grundwissen” teilgenommen?

In erster Linie ging es darum, die eigenen Kompetenzen mit einem anerkannten Zertifikat nachweisen zu können. Gleichzeitig wollte ich aber auch das Know-how um die aktuell genutzten Begrifflichkeiten auffrischen. 

Wie hat Ihnen die gemischte Teilnehmerstruktur im Seminar gefallen?

BIM ist ja für alle Gewerke wichtig. Insofern war es spannend, sich auch mit anderen Bereichen außerhalb der TGA auszutauschen.  

Wie beurteilen Sie die Seminarinhalte?

Die Inhalte wurden gut vermittelt und waren hervorragend strukturiert mit tollen Präsentationen. Zwei Tage waren ideal getaktet. Ein Tag wäre sicher zu wenig gewesen. Man wurde auch bei Fragen sehr gut unterstützt. Insgesamt war der ganze Event top organisiert 

Möchten Sie sich in Zukunft auch in anderen Bereichen weiterbilden?

Auf jeden Fall. Im Projekt “wurschtelt” man sich z.B. mit Architekten durch und entwickelt eine eigene Vorgehensweise auf Basis bestehender Systeme. Aber um technologisch am Ball zu bleiben, würde ich mich immer fortbilden. 

www.dangel-construction.de 

Zum BIMfit Seminar “BIM-Grundwissen”

Im diesem Seminar lernen die Teilnehmer die BIM-Methodik mit ihren Begrifflichkeiten und Rollen kennen. Das Seminar ist produktunabhängig und beinhaltet die kompletten Inhalte nach buildingSMART/VDI entsprechend den Vorgaben von LOF-bSI-Basis-D und VDI/BS-MT 2552 Blatt 8.1. Das Seminar wird mit der buildingSMART Prüfung abgeschlossen, einem international anerkannten Zertifikat. Das BIMfit Seminar “BIM-Koordinatoren” kann optional ergänzt werden. 

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