BIM 360 für Generalplaner: Optimierte Koordination & Zusammenarbeit

Die Pharmaplan AG ist als Teil der TTP-Gruppe ein führender Consulting- und Engineering-Partner der europäischen Pharmaindustrie. Das Unternehmen deckt das gesamte Spektrum an Ingenieursdienstleistungen ab – von Machbarkeits- und Konzeptstudien über die Durchführung von Investitionsprojekten (EPCMV) bis hin zur Unterstützung im Betriebsengineering vor Ort.  

Pharmaplan baut auf BIM 
Der Einsatz der BIM-Methodik in den meist großen Projekten ab 10.000m2 Baufläche zählt aktuell schon zum Alltag. Eine zentrale Herausforderung besteht darin, als Generalplaner im Projekt den Überblick über alle Gewerke, Prozesse, Informationen und Dokumente zu behalten.  

Ruby Fathzani, BIM Director bei Pharmaplan, skizziert den Einsatz der BIM-Methodik im Unternehmensalltag: “Bei BIM geht es nicht um Software, sondern um Methoden, Prozesse und Kommunikation. Wir nutzen BIM, da viele Fachdisziplinen koordiniert und integriert werden müssen. So können wir unsere Kunden von Anfang an unterstützen. Das Wichtigste ist eine optimale Kommunikation des Teams, der Projektbeteiligten und des Kunden. So möchten wir ein einheitliches Verständnis des Projektes und der Ziele erreichen. Zudem erzeugen wir auch ein besseres Informationsmanagement.” 

Informationsmanagement mit BIM 360 optimieren 
Um dieses optimale Informationsmanagement zu realisieren, benötigt Pharmaplan ein leistungsfähiges Integrationswerkzeug, das Kommunikationsprozesse vereinfacht und transparent macht: BIM 360 von Autodesk. Mit BIM 360 lassen sich alle Aspekte eines BIM-Projektes erfolgreich verwalten, in Closed BIM und Open BIM Projekten.  

Ruby Fathzani beschreibt die Herausforderungen: “In manchen Projekten sind die Verfahrenstechniken komplexer als die eigentliche Baukonstruktion. All diese Prozesse müssen mit sämtlichen Dokumenten und Plänen integriert werden. So wird doppelte Arbeit für Planer und Ingenieure vermieden und höchste Qualität sichergestellt.” 

Die BIM-Methodik und BIM 360 als Plattform bilden darüber hinaus einen Teil der “Digital Pharma Factory” von Pharmaplan. Dieser strategische Ansatz für die Industrie 4.0 basiert auf einem Netz aus digitalen Modellen, Methoden und Werkzeugen, die nahtlos integriert werden. Ziel ist die kontinuierliche Verbesserung von Prozessen, Strukturen und Ressourcen der digitalen Fabrik mit ihren Produkten. Dazu müssen die Informationen auch in verschiedenen digitalen Formaten aufbereitet und bereitgestellt werden. 

BIM 360 Werkzeuge im Einsatz 
Um die Verwaltung und Integration der Gewerke, Prozesse, Informationen und Dokumente zu gewährleisten, kommen bei Pharmaplan vielfältige BIM 360 Module sowie andere Autodesk Werkzeuge zum Einsatz:  

BIM 360 Docs 
BIM 360 Docs wird als Common Data Environment zum Speichern und Freigeben von Plänen und Dokumenten für alle Projektbeteiligten genutzt. Plankopfvorlagen werden beim Hochladen der Pläne automatisch gelesen. Die Review-Funktion hilft, einen Review-Workflow für die Dokumente einzurichten. Dieser wird gemeinsam mit dem Kunden erstellt und bietet maximale Transparenz. Man sieht, welche Dokumente noch geprüft werden müssen, wer die Dokumente geprüft, genehmigt oder abgelegt hat. Geprüfte Dokumente können auch automatisch in andere Ordner kopiert werden, so dass eine klare Abgrenzung zu nicht geprüften Dokumenten möglich wird. 

Ein Experten-Tipp von Ruby Fathzani: “Wichtig ist eine klare Struktur der Datei- und Ordnernamen. Auch die Rollen und Rechte sollten am Anfang des Projektes festgelegt werden, um Komplexität zu reduzieren, welche Ordner von wem eingesehen werden dürfen.”  

Transmittals 
Mit der Funktion „Transmittals“ können die Dokumente in BIM 360 unter den Beteiligten geteilt werden. Gleichzeitig bekommen die Adressaten eine Benachrichtigung per E-Mail. So lässt sich nachverfolgen, wer wann etwas wohin gesendet hat. 

BIM 360 Issues 
Damit lassen sich die einem Dokument zugewiesenen Aufgaben verfolgen und Deadlines definieren. 

BIM 360 Design Collaboration 
Dieses Modul zur Zusammenarbeit ermöglicht es, die Ziele für die einzelnen Fachdisziplinen klar festlegen. Die 3D-Modelle werden mit den vorherigen Versionen angezeigt. So lassen sich Vergleiche durchführen und der aktuelle Status präsentieren. 

BIM 360 Model Coordination 
Das Tool eignet sich optimal zur regelmäßigen Kollisionsprüfung der Fachdisziplinen. Hier können auch Aufgaben definiert werden, um Kollisionen zu lösen. Diese lassen sich zudem in Navisworks integrieren. Die Kollisionsmatrix über die Modelle aus verschiedenen Disziplinen bietet einen Überblick über Kollisionen und die verantwortlichen Personen. 

BIM 360 Field Management 
Bauleiter können hiermit ein Bautagebuch mit täglichen Protokollen und Aufgaben erstellen, um die Arbeit auf der Baustelle zu überwachen. 

Autodesk Forge 
Mit dieser App lassen sich neue Funktionen für BIM 360 erstellen und integrieren. Pharmaplan hat damit u.a. eine Funktion zu QR-Codes (im Plankopf der Zeichnungen) und Unterschriften entwickelt, die vom Kunden angefordert wurden. So können Beteiligte sehen, welche Zeichnungen bereits freigegeben sind. Sobald die Dokumente freigegeben sind, wird der QR-Code automatisch erzeugt und die Dokumente in einem anderen Ordner gespeichert. Eine andere Funktion ist die Übersicht über Ordner-Berechtigungen, die für den BIM-Manager in PowerBI dargestellt werden und nachverfolgen lassen.    

Ruby Fathzani zieht ein Fazit zum Einsatz von BIM 360 und der Zusammenarbeit mit auxalia: “BIM 360 ist aus unseren Großprojekten als Generalplaner nicht mehr wegzudenken. In manchen Projekten sind 150 Personen in BIM 360 aktiv. Mit auxalia arbeiten wir schon seit rund 20 Jahren erfolgreich zusammen. Bei Bedarf unterstützt auxalia nicht nur bei Lizenzfragen oder durch Software-Schulungen, sondern auch bei allen Projektprozessen rund um die BIM-Methodik. Nicht zu vergessen: Die Entwicklung von kundenspezifischen Funktionen. Eine wirklich wertvolle Partnerschaft.“ 

 www.pharmaplan.com 

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