Mehr Effizienz in der Generalplanung mit BIM 360

BIM 360 optimiert die Zusammenarbeit mit Subplanern

BIM ist mehr als die Planung an einem digitalen Modell. Auch die Kooperation mit Partnern und das Projektmanagement lassen sich damit optimieren, da ist sich Ulrich Schwarz vom Architekturbüro 21-arch sicher. Als er und sein Team die Generalplanung für einen komplexen Sonderbau erhält, testen sie BIM 360 von Autodesk – eine cloudbasierte Plattform, die das teamübergreifende Arbeiten im Bauprojekt-Management ermöglicht. Bei der Implementierung wird 21-arch vom Software- und Beratungsunternehmen auxalia und dem Technologie-Distributor Tech Data unterstützt. Der Effizienzgewinn ist so enorm, dass das Architekturbüro plant, die Plattform im gesamten Büro einzusetzen.

21 arch logo 300x300 150x150 1

21-arch ist ein mittelgroßes, schwäbisches Architekturbüro mit umfangreichem Leistungsspektrum: Von der Konzeptionierung und Beratung bis hin zu reinen Architektur-Leistungen und Innenarchitektur-Projekten reicht die Bandbreite. Durch die Zusammenarbeit mit verschiedenen Planungsbüros übernimmt das Architekturbüro seit einiger Zeit immer öfter auch als Generalplaner die Gesamt-Verantwortung für größere Projekte. So erhielt 21-arch Anfang 2019 von einem Automobil-Hersteller den Auftrag für die Generalplanung eines Sonderbaus im Bereich Forschung und Entwicklung. Keine einfache Aufgabe, denn insbesondere der Innenausbau des Projekts gestaltete sich sehr komplex. 

21-arch Mitbegründer und Geschäftsführer Ulrich Schwarz war schnell klar: „Um so etwas effizient zu planen und Fehler zu vermeiden, brauchen wir eine sehr enge Abstimmung mit unseren Partnern.“ Ziel war es, mit allen Subplanern als integriertes Team an das Projekt heranzugehen, sodass alle gemeinsam daran arbeiten können – auch wenn die Planungs-Teams räumlich getrennt in unterschiedlichen Teilen Deutschlands arbeiten. „Wir mussten also klären: Wie tauschen wir uns am besten aus? Wie kriegen wir eine dokumentierte Kommunikation hin? Und wie können wir die aktuellen Daten allen gesammelt zu Verfügung stellen?“

21 arch Ulrich Schwarz

Austauschplattform statt E-Mail-Kommunikation

Üblicherweise läuft der Austausch in solchen Projekten per E-Mail. Eine Methode, die für Ulrich Schwarz keine Zukunft hat. Viel zu ineffizient und viel zu groß die Gefahr, dass Informationen und Aufgaben untergehen. „Als Generalplaner arbeiten wir mit mehreren Subplanern zusammen. Da bekommen wir pro Tag mehrere Mails von verschiedenen Teams und jede enthält 20 Punkte, die angepasst werden müssen. Da kann schnell etwas übersehen werden“, so Ulrich Schwarz. Ihm schwebt daher vielmehr eine gemeinsame Austauschplattform vor, auf die alle zugreifen und über die alle miteinander kommunizieren können –„Quasi eine „One Source of Truth‘“, so Schwarz weiter. „Mit dem Problem haben wir uns dann an auxalia gewandt.“

Autodesk BIM 360 schafft Abhilfe

21-arch arbeitet bereits seit 2016 mit dem Software- und Beratungsunternehmen auxalia zusammen. „auxalia hat uns damals bei der Einführung von Revit unterstützt. Die Zusammenarbeit seither ist optimal. In der Beratung herrscht immer eine klare und direkte Kommunikation, sodass wir viel Vertrauen in unsere Ansprechpartner dort haben“, so Ulrich Schwarz. Und tatsächlich hat auxalia mit Autodesk BIM 360 eine passende Lösung für die speziellen Anforderungen parat. „Die Software ist genau für diese Art des Austauschs geschaffen worden“, erklärt Refika Rizvic, die verantwortliche Account Managerin bei auxalia. „Sie bietet eine cloudbasierte Dokumentenplattform, in der alle Projektdateien, -pläne und -modelle abgelegt und verwaltet werden.“ 

Ulrich Schwarz entscheidet, das Programm für die anstehende Generalplanung zu testen. Damit die Implementierung reibungslos gelingt und die Lösung an die Bedürfnisse von 21-arch angepasst werden kann, stellt auxalia den direkten Kontakt zu den BIM-Experten des Autodesk Distributors Tech Data her. Diese setzen zunächst die komplexe Testumgebung auf und begleiten die Testphase mit exklusiven Webcasts und Workshops. „Die Zusammenarbeit mit 21-arch ist extrem produktiv, sodass ich von Anfang an überzeugt war, dass BIM 360 selbst den Nachweis über die Wirtschaftlichkeit erbringt“, erklärt Harry Schmidt, zuständiger BIM-Consultant bei Tech Data. „In einer Prozessanalyse haben wir zunächst erörtert, welche Möglichkeiten die Lösung für 21-arch bietet. In den anschließenden Workshops haben wir dann mit Herrn Schwarz offene Themen, Ideen und Fragen besprochen. So konnten wir gemeinsam Stück für Stück die Potenziale noch besser herausarbeiten.“ 
Für Ulrich Schwarz eine optimale Herangehensweise. „Damit hatten wir in allen Bereichen genau die professionelle Unterstützung, die wir gebraucht haben“, sagt der 21-arch Geschäftsführer. „Man muss sich natürlich erst einmal einarbeiten in die Plattform, aber im Doing haben wir uns schnell zurechtgefunden.“

Testphase überzeugt

Nach einigen Monaten Testphase ist das Feedback von 21-arch positiv. „BIM 360 hat gehalten, was es versprochen hat. In der Plattform lagen alle Dokumente gebündelt in ihrer aktuellen Version vor – ob es das 3D-Modell war, das PDF-Dokument der Baugesuche oder die Baugenehmigung“, erklärt Ulrich Schwarz. „Statt mit Protokollen haben wir zudem mit eindeutigen Aufgaben gearbeitet, die einer Person zugewiesen sind. Das heißt, statt einen komplett geänderten Plan an alle Projektteams zu verschicken, den dann jeder durcharbeiten muss, konnten wir das Ganze auf einzelne Aufgaben herunterbrechen. Diese konnten dann innerhalb von fünf Minuten umgesetzt werden. Dadurch hatten wir einen enormen Effizienzgewinn in der Planungsabstimmung.“ Ein weiterer Pluspunkt für 21-arch war, dass BIM 360 mit anderen Autodesk Produkten kompatibel ist. Diese konnten problemlos in die Plattform integriert werden – beispielsweise in Form der Revit-Modelle. „Das heißt, sie sind in einer integierten Autodesk-Welt unterwegs“, ergänzt Refika Rizvic von auxalia.

In dieser ersten Testphase konnte BIM 360 den Austausch von E-Mails noch nicht ganz ablösen, was für Ulrich Schwarz aber nur eine Frage der Gewohnheit ist: „BIM ist mehr als die Arbeit an digitalen Modellen. Es ist ein neuer Mindset und betrifft auch das Management der Projekte. Das heißt, die Teams müssen das Denken ändern: Von E-Mails und Anweisungen in Aufgaben und Zuweisungen. Meine Mitarbeiter haben mir signalisiert, dass es der richtige Weg ist.“ 
Schwarz selbst ist der festen Überzeugung: Wer flüssige, effiziente und zufriedenstellende Projekte haben will, kommt nicht um eine cloudbasierte Austauschplattform herum. Deshalb hat 21-arch entschieden, BIM 360 zukünftig im gesamten Büro einzusetzen. „Wenn wir BIM 360 erst einmal im gesamten Büro eingeführt haben, ist es die einzige Cloud-Lösung, die wir für unsere Projekte brauchen. Deshalb wollen wir alle zukünftigen Projekte über BIM 360 steuern“, so Schwarz weiter. Das alte Datenmanagement-Programm wird in Folge abgeschaltet und die Software-Landschaft sukzessive verkleinert.

Bereit für die Zukunft mit BIM

Das Team von 21-arch plant bereits, die Arbeit mit BIM 360 auszuweiten und alle Möglichkeiten der Plattform ausnutzen. „Ich freue mich besonders darauf, BIM 360 mit Office 365 zu kombinieren“, so der 21-arch Geschäftsführer. Durch die Microsoft Office 365 Integration ist es ab sofort möglich, Word, Excel, PowerPoint und Visio Dateien online mit BIM 360 zu erstellen, zu bearbeiten und anzeigen zu lassen. 
Um die Plattform umfassend nutzen zu können, sollen zudem noch einige Features ergänzt werden. So vermisst Ulrich Schwarz bislang die Möglichkeit, die Aufgaben in einen Kalender zu übertragen. In Zusammenarbeit mit auxalia, Tech Data und Autodesk soll aber auch das bald möglich sein. „Aktuell sind wir im Gespräch, das Produkt in Sachen Protokollierung und Aufgabenstellung an die Bedürfnisse von 21-arch anzupassen. Gemeinsam mit Tech Data prüfen wir, was mit weiteren Releases abgedeckt wird, was noch programmiert werden kann und wo wir eine Zwischenlösung finden“, erklärt Refika Rizvic von auxalia. Das Produkt wird regelmäßig durch Autodesk aktualisiert. BIM 360 verfügt zudem über eine offene Programmierschnittstelle, durch die weitere Features ergänzt werden können. „Ich bin gespannt, was wir gemeinsam mit der IT noch erarbeiten können und freue mich auf die Möglichkeiten“, so Ulrich Schwarz abschließend.

PS: Auch das Fachmagazin Bauen Aktuell berichtet in der Ausgabe  3/2020 über dieses spannende BIM 360 Projekt (PDF, Seite 10-12

Beteiligte Unternehmen
21-arch GmbH
auxalia GmbH
Tech Data GmbH & Co OHG

Ort
Stuttgart

Software
Autodesk Revit
Autodesk BIM 360 (BIM 360 Docs, BIM 360 Build)

Gutschein sichern!