AutoCAD Tipps & Tricks: Proxy-Objekte nutzen

Vielleicht ist Ihnen bei der Arbeit mit AutoCAD schon einmal der Begriff „Proxy-Objekte“ begegnet. Was ist das eigentlich? Autodesk beschreibt Proxy-Objekte so: „Proxy-Objekte ersetzen benutzerspezifische Objekte, wenn die ObjectARX-Anwendung, mit der das benutzerspezifische Objekt erstellt wurde, in AutoCAD, AutoCAD LT oder anderen Hauptanwendungen nicht verfügbar ist. Wenn die Anwendung zu einem späteren Zeitpunkt verfügbar ist, wird das Proxy-Objekt durch das benutzerspezifische Objekt ersetzt.

Proxy-Objekte haben im Vergleich zu den entsprechenden benutzerspezifischen Objekten erheblich eingeschränkte Funktionen. Der Umfang, in dem Proxy-Objekte bearbeitet werden können, richtet sich nach der übergeordneten ObjectARX-Anwendung. Das Löschen und Verschieben von Objekten oder das Ändern von Objekteigenschaften ist bei Proxy-Objekten je nach Quellanwendung beispielsweise nicht möglich.

Wenn Sie eine Zeichnung öffnen, wird ggf. das Dialogfeld Proxy-Information angezeigt. In diesem Dialogfeld werden die Gesamtzahl der Proxy-Objekte (grafische und nicht-grafische Objekte), der Name der fehlenden Anwendung und zusätzliche Informationen zu Typ und Anzeigestatus der Proxy-Objekte angezeigt. Mit diesem Dialogfeld können Sie die Anzeige der Proxy-Objekte steuern.“

Konkret bedeutet das, dass sich beispielsweise DWG-Dateien von AutoCAD MEP, AutoCAD Architecture, pitCAD etc. in purem AutoCAD öffnen lassen. Beim Öffnen der Zeichnung erhalten Sie folgende Meldung:

  • Mit der Option „Proxy-Bilder anzeigen“ sieht die Zeichnung wie in der originalen Anwendung aus. Elemente sind auswählbar, können aber nicht bearbeitet werden
  • „Proxy-Bilder nicht anzeigen“ bedeutet, dass in der Zeichnung nur die Elemente angezeigt werden, die „einfacher“ und vollständig bearbeitbar sind.
  • Bei Auswahl von „Proxy-Begrenzungsrahmen anzeigen“ wird ein Platzhalter für das Objekt angezeigt.

Das Verhalten können Sie in den Optionen festlegen, sodass immer eine dieser Optionen ausgeführt wird und die Meldung erscheint oder nicht.

Die folgende Zeichnung (DWG) stammt nicht aus purem AutoCAD, sondern wurde per DWG-Export erzeugt. Daher sind die Rohre als eigene Objekte (hier von CATS) definiert, welche dann in AutoCAD als Proxy angezeigt werden, sofern dies aktiviert ist.  

Überprüfen Sie also am besten Ihre Einstellung in den Optionen „Proxy-Grafik anzeigen“. Es ist auch möglich, sich Proxy-Objekte gar nicht anzeigen lassen. Aktivieren Sie deshalb die Warnmeldung – dann sind Sie auf der sicheren Seite.

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2 Kommentare zu „AutoCAD Tipps & Tricks: Proxy-Objekte nutzen“

  1. Guten Tag,
    vielen Dank für Ihre ausführliche Erklärung.
    Was passiert mit den Proxis, wenn ich eine solche Zeichnung in beispielsweise BricsCAD öffne und dann speichere? Steht die Zeichnung dem ursprünglichen Programm trotzdem in vollem Umfang zur Verfügung?
    mit besten Grüßen RalfB

    1. Guten Tag RalfB,
      die Proxy-Objekte erscheinen nur, wenn die Zeichnung mit einem Programm geöffnet wird, welches nicht die vollen Funktionalitäten der ursprünglichen Software hat. Diese Proxy-Objekte sind nur grafische Platzhalter und nicht bearbeitbar. Wenn die Datei wieder in der ursprünglichen Anwendung geöffnet wird, sind diese Proxy-Objekte „normale“ Objekte und können wie gewohnt bearbeitet werden.
      Freundliche Grüße
      Rosalia Pan

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